Ein praktischer Ratgeber für Familien, die in die Schweiz ziehen: Communities, Bewilligung und Anmeldung, Wohnungssuche, Krankenversicherung, Schulen, Alltag und wie Sie eine Haushaltshilfe legal anstellen.

Nützliche Ressourcen für Familien in der Schweiz: Behörden, Communities und Leitfäden

Die Behörden, Communities und praktischen Ressourcen, die wir Familien beim Ankommen in der Schweiz empfehlen — von Bewilligung und Anmeldung über die Wohnungssuche bis zu Krankenversicherung, Schulen und dem Anstellen einer Haushaltshilfe.

In der Schweiz anzukommen heisst, viele kleine Teile gleichzeitig zusammenzufügen — eine Aufenthaltsbewilligung, die Anmeldung bei der Gemeinde, eine Wohnung, die obligatorische Krankenversicherung, Schulen und schliesslich das Praktische im Haushalt. Diese Seite folgt ungefähr dieser Reihenfolge: die Ressourcen, die wir Familien beim Ankommen in der Schweiz am häufigsten empfehlen, neben den offiziellen Stellen, mit denen Sie direkt zu tun haben. Hier steht nur, was wir auch einer befreundeten Familie schicken würden.

Communities und Verzeichnisse

Der schnellste Weg, ein Problem in einem neuen Land zu lösen, ist oft, jemanden zu finden, der es letztes Jahr gelöst hat. Das sind die etablierten Communities und Verzeichnisse für die Schweiz.

  • English Forum Switzerland — die grösste englischsprachige Community der Schweiz, mit aktiven Threads zu Bewilligungen, Wohnen, Steuern, Gesundheit und Alltag.
  • Expat.com — Schweiz — ein grosses internationales Netzwerk mit einem Schweiz-Bereich zu Wohnen, Formalitäten und Alltagsfragen sowie einem Firmenverzeichnis.
  • Expatica Schweiz — redaktionelle Ratgeber zu Schweizer Behörden, Banken, Versicherungen und Gesundheit, mit einem Dienstleistungsverzeichnis.
  • InterNations Schweiz — Networking-Events und lokale Gruppen in Zürich, Basel, Zug, Genf und weiteren Städten.

Bewilligung, Anmeldung und Behörden

Das sind die massgeblichen Quellen. Foren sind gut zur Orientierung, aber bei allem mit rechtlichen oder finanziellen Folgen gilt: die offizielle Seite prüfen — die Regeln unterscheiden sich je nach Kanton und ändern sich. Einiges kommt zuerst, weil fast alles Übrige davon abhängt: Ihre Bewilligung, die Anmeldung bei der Gemeinde und die Sozialversicherungen.

  • ch.ch — das offizielle Portal der Schweizer Behörden und der beste verständliche Startpunkt für Bewilligungen, Zuzug und Alltag.
  • Staatssekretariat für Migration (SEM) — die Bundesbehörde für Aufenthaltsbewilligungen (B, L, C). Die Gesuche selbst laufen über Ihr kantonales Migrationsamt.
  • Ihre Gemeinde (Einwohnerkontrolle) — Sie müssen sich innert 14 Tagen nach dem Zuzug persönlich anmelden. Das schaltet fast alles Weitere frei, inklusive Krankenversicherung und Versorgung.
  • AHV/IV — Alters- und Hinterlassenenversicherung (Sozialversicherung). Direkt relevant, wenn Sie jemanden zu Hause anstellen: Hausarbeit ist ab dem ersten Franken beitragspflichtig.

Eine Wohnung finden

Die meisten Familien regeln das Wohnen früh — und in den angespannten städtischen Märkten geht es schnell. Verlangt werden meist eine Aufenthaltsbewilligung, aktuelle Lohnabrechnungen und ein Betreibungsregisterauszug. Das Mietdepot beträgt in der Regel bis zu drei Monatsmieten, hinterlegt auf einem gesperrten Mietkautionskonto auf Ihren Namen. Die wichtigsten Portale:

  • Homegate — eines der beiden grössten Immobilienportale, Miete und Kauf.
  • ImmoScout24 — das andere Schwergewicht, mit starken Fotos, Grundrissen und virtuellen Rundgängen.
  • Comparis — bündelt die Inserate der grossen Portale in einer Suche, praktisch für einen breiten Überblick.
  • Flatfox — ein neueres Portal, oft günstig, mit Inseraten direkt von Verwaltungen und Vermietern.

In angespannten Märkten (Zürich, Genf, Zug, Basel) richten Sie gespeicherte Suchen mit Benachrichtigungen auf mehreren Portalen ein und bewerben sich am besten gleich am selben Tag. Eine Relocation-Agentur spart Zeit, wenn Ihr Suchfenster kurz ist.

Sobald Sie eine Wohnung haben, kommt meist das Nächste: sie am Laufen halten — Reinigung, Wäsche, Kochen, Kinderbetreuung oder Betreuung von Angehörigen. Genau da setzt der Rest dieser Seite an.

Krankenversicherung

Die Grundversicherung (KVG) ist obligatorisch: Alle in der Schweiz wohnhaften Personen müssen innert drei Monaten nach dem Zuzug eine eigene Police abschliessen, und jedes Familienmitglied — Erwachsene wie Kinder — ist einzeln versichert. Der Versicherungsschutz gilt rückwirkend ab dem Zuzugsdatum, die Prämien sind also auch bei später Anmeldung geschuldet. Die Grundleistungen sind gesetzlich festgelegt, die Prämien unterscheiden sich aber stark nach Versicherer, Kanton und Modell — vergleichen lohnt sich.

Schulen und Kinderbetreuung

Die öffentlichen Schulen sind kantonal organisiert, kostenlos und unterrichten in der Landessprache (Deutsch, Französisch oder Italienisch, je nach Wohnort) — eine Immersion, die bei jüngeren Kindern gut funktioniert. Private und internationale Schulen haben eigene Aufnahmen und Wartelisten: früh anfangen. Für kleine Kinder sind Kitas in den Städten sehr gefragt und weit im Voraus zu reservieren. Ihre Betreuungssituation — und ob Sie Hilfe für den Schulweg, die Mahlzeiten oder die Betreuung nach der Schule möchten — prägt auch, welche Haushaltshilfe Sie später suchen.

Alltag regeln

Die kleineren Teile, die den Alltag zum Laufen bringen:

  • Bankkonto — nötig sind meist Ihre Bewilligung und ein Adressnachweis; sowohl traditionelle Schweizer Banken als auch digitale Anbieter funktionieren.
  • Mobilfunk und Versorgung — Strom und Internet sind schnell eingerichtet, sobald Mietvertrag und Anmeldung vorliegen; in vielen Wohnungen laufen Wasser und Heizung über die Nebenkosten.
  • Führerausweis — Sie dürfen 12 Monate ab Ihrer Anmeldung als wohnhafte Person mit einem ausländischen Ausweis fahren. Danach müssen Sie ihn beim kantonalen Strassenverkehrsamt umschreiben: EU/EWR-Ausweise werden ohne Prüfung umgeschrieben, mehrere andere Länder brauchen nur eine Kontrollfahrt.

Jemanden im Haushalt anstellen

Das ist der Teil, den Neuzuzügerinnen und Neuzuzüger am häufigsten falsch machen, meist in bester Absicht. Hauspersonal in der Schweiz anzustellen ist geregelt, und die Pflichten liegen bei Ihnen als Arbeitgeber, nicht bei der angestellten Person. Unser Leitfaden Haushaltshilfe legal anstellen in der Schweiz führt Schritt für Schritt durch den Ablauf.

Drei Punkte lohnt es sich vor der Anstellung zu verstehen, nicht danach:

  • Sozialabgaben ab dem ersten Franken. Regelmässige Hausarbeit ist ohne Untergrenze AHV- und beitragspflichtig — Sie melden die Anstellung bei Ihrer kantonalen Ausgleichskasse an. Clino ist ein Schweizer Dienst, der Lohnabrechnung, Meldungen und Beiträge für Haushalts-Arbeitgeber übernimmt und den Grossteil des Papierkrams abnimmt.
  • Die Unfallversicherung ist obligatorisch. Schon wenige Stunden pro Woche erfordern einen gültigen Unfallversicherungsschutz (UVG) für die Person, die bei Ihnen arbeitet.
  • Ein Normalarbeitsvertrag legt einen Mindestlohn fest. Der Normalarbeitsvertrag (NAV) für die Hauswirtschaft legt einen Mindestlohn für Hauspersonal fest, und mehrere Kantone haben zusätzliche Regeln. Was in den Vertrag gehört, steht in Arbeitsvertrag für die Haushaltshilfe: Was gehört hinein?.

Wenn Sie jemanden ohne Schweizer Pass anstellen, prüfen Sie vor Arbeitsbeginn, dass die Person zur Arbeit berechtigt ist — das ist Sache des Arbeitgebers. Siehe internationale Haushaltshilfe anstellen. Um die realen Monatskosten inklusive Abgaben abzuschätzen, siehe was eine Haushaltshilfe verdient und netto erhält; und wenn Sie noch über die Form der Stelle nachdenken, sind mit oder ohne Unterkunft und wie viele Stunden Sie brauchen ein guter Ausgangspunkt. Sicher anstellen und Betrug vermeiden behandelt Betrug bei der Anstellung vermeiden.

Domestyca-Leitfäden für Familien

Geschrieben für Familien, die in der Schweiz eine Haushaltshilfe anstellen — auch für Internationale, die ein unbekanntes System kennenlernen.

Eine Haushaltshilfe finden

Domestyca bringt Familien direkt mit Haushaltshilfen und Hauspersonal in der ganzen Schweiz zusammen, ohne Agentur dazwischen. Profile ansehen ist kostenlos, und die Profile zeigen, welche Sprachen jede Kandidatin spricht — nützlich in Zürich, Genf, Basel und Zug. Profile können identitätsgeprüft sein, und Familien hinterlassen Bewertungen nach der Zusammenarbeit.

Sie bieten einen Dienst, der auf diese Seite gehört, oder es fehlt etwas? Schreiben Sie uns — wir halten diese Liste aktuell und entfernen, was nicht mehr nützt.

FAQ

Brauche ich Bewilligung und Anmeldung, bevor ich jemanden im Haushalt anstelle?

Sie sollten zuerst bei Ihrer Gemeinde angemeldet sein und Ihren eigenen Status geregelt haben, und Sie müssen prüfen, dass die angestellte Person in der Schweiz arbeiten darf. Die Anmeldung bei der Gemeinde ist innert 14 Tagen nach dem Zuzug Pflicht und schaltet die meisten weiteren Schritte frei.

Ist die Krankenversicherung wirklich für die ganze Familie obligatorisch?

Ja. Die Grundversicherung (KVG) ist für alle in der Schweiz wohnhaften Personen innert drei Monaten nach dem Zuzug obligatorisch, und jede Person ist einzeln versichert. Der Schutz gilt rückwirkend ab dem Zuzugsdatum. Prämien vergleichen Sie im Bundes-Tool Priminfo.

Muss ich für eine wöchentliche Haushaltshilfe Sozialabgaben zahlen?

Regelmässige Hausarbeit ist ab dem ersten Franken AHV-beitragspflichtig, ohne Untergrenze, und die Unfallversicherung ist obligatorisch. Sie melden die Anstellung bei Ihrer kantonalen Ausgleichskasse an; Dienste wie Clino übernehmen Lohnabrechnung und Meldungen für Haushalts-Arbeitgeber.

Finde ich in der Schweiz eine englischsprachige Haushaltshilfe?

Ja. Die Profile auf Domestyca zeigen, welche Sprachen jede Kandidatin spricht, und Sie können nach Sprache filtern — nützlich in Zürich, Genf, Basel, Zug und anderen Regionen mit grossen internationalen Communities.